Musikforum Bochum

Seit mehr als einem Jahrhundert haben die Bochumer Symphoniker nach einem eigenen Heim gesucht. Das Orchester probt in einem Industriegebäude außerhalb des Zentrums der Stadt mit schlechter Akustik und unzureichendem Platz, und ihre Konzerte finden an verschiedenen Orten in Bochum statt, darunter das Schauspielhaus Bochum und das Audimax-Auditorium an der Ruhr-Universität Bochum, die jedoch alle akustisch ungeeignet sind.

Von dem Moment an, als er 1994 Generalmusikdirektor der Stadt Bochum wurde, war Steven Sloane entschlossen, den Status quo für das Orchester und das Bochumer Publikum zu ändern. Er, das Orchester und die Stadt begannen ein langjährige Projekt, ein Haus für das Orchester zu schaffen. Sloane war eine Schlüsselfigur bei der Koordination und Erleichterung der Projektentwicklung, die die vielen Teilnehmer und Interessen mit dem Ziel zusammenbringt, diesem großartigen Orchester endlich ein eigenes Zuhause zu geben.

Die Gründung einer Konzerthalle und des Musikzentrums für Bochum zu fördern, war eine enorme Herausforderung, doch schließlich kamen eine breite Allianz von Bürgern, Unternehmen, Städten und Regierungen sowie der EU zusammen. Ein langjähriger Abonnent der Symphoniker, ein erfolgreicher Unternehmer, der an die Kraft der Musik glaubt, um den Charakter junger Menschen aufzubauen, trug fünf Millionen Euro bei. Steven Sloane stellte eine Fundraising-Kampagne vor, die von Barack Obamas Grassroots-Bewegung einige Jahre zuvor inspiriert wurde, in der er die Bevölkerung von Bochum herausforderte, 10.000 Spenden über einen Zeitraum von zehn Wochen zu zu sammeln. Am Ende der zehn Wochen hatte die Musikforum-Kampagne nicht 10.000, sondern 20.000 Spender, einige gaben wenige Euro, andere viel mehr.

Das neue Gebäude, offiziell das Anneliese Brost Musikforum Ruhr, zu Ehren der verstorbenen deutschen Verlegerin und Philanthropin, deren Stiftung ein wichtiger Unterstützer des Projekts war, wurde im Oktober 2016 am Marienplatz, angrenzend an die Marienkirche des 19. Jahrhunderts, eingeweiht.

Der Entwurf integriert die säkularisierte Kirche und gibt ihr einen neuen Zweck als Eingang und Foyer für einen großen Saal, die Platz für 960 Personen bietet sowie einen kleinen Saal mit 250 Sitzen, geeignet für kleinere Ensembles sowie Musikschulen.

So ist das Musikforum auch bestens für die lebendige städtische Musikschule Bochums ausgestattet, in der Menschen aller Altersstufen Instrumente lernen, in Bands spielen und in Chören singen. Bochum hat die größte Musikschule in der Region, mit über 10.000 Schülern.

Das Anneliese Brost Musikforum Ruhr wird ein Musikzentrum, ein Treffpunkt, ein Ort des kulturellen Austauschs für alle Bürger Bochums, ein Ort für Musik aller Art, für Gruppen aller Größen – ein wichtiger Kulturort im Herzen von Bochum.

www.bochumer-symphoniker.de

 

 

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© Lutz Leitmann/Stadt Bochum, Referat für Kommunikation
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Musikforum Ruhr

Das ist die Höhe

Nokia weg, Opel dicht, Zechen zu: Bochum ist eine Stadt am Abgrund. Gerade darum wird dort jetzt ein außergewöhnliches Musikforum gebaut.
von Frederik Hanssen (Tagesspiegel, 5. April 2016)

 

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